Mit Pflanzen deine Wurzeln finden

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Ich denke so gerne zurück an die Zeit mit meinen Großeltern auf dem uralten Bauernhof meines Opas im Tennengau. Das war noch richtig heile Welt. Klo auf der Tenne, waschen im eiskalten Wasser aus dem Brunnen vor dem Haus (und zwar richtig eiskalt :-)), kochen auf dem Holzofen und den ganzen Tag draußen.45

Das tun, was die Natur vorgegeben hat. Mal war das Heu zu machen und mal die Vogelbeeren zu ernten und auszulösen. Wenn schlechtes Wetter kam, haben sich die Kühe am Gatter gleich bei unserem Haus gesammelt, weil sie nach Hause wollten. Das war eine meiner größten Freuden, weil ich sie dann füttern und streicheln konnte. Wenn es keine Arbeit gab, sind wir gewandert und mein Opa hat mir die vielen Pflanzen erklärt. Am Abend haben wir gemeinsam gesungen, gelesen oder Gesellschaftsspiele gespielt.

Damals hab ich mir schon gedacht, dass diejenigen, die das ganze Jahr über in so einem Bergbauernhof wohnten, wohl die glücklichsten Menschen der Welt sein mussten. Es war für mich immer traurig, am Ende der Ferien zurück in die „Zivilisation“ zu kommen.

Wie anders schaut da die Freizeit der heutigen Kinder aus und auch solche Erwachsenen wie meine Großeltern gibt es so gut wie nicht mehr. Sie hatten kein leichtes Leben, aber Depressionen kannten sie keine.

Was ist eigentlich genau der Unterschied zwischen damals und heute?
Was fehlt uns heute manchmal so schmerzlich, ohne dass wir es benennen können?

Wahrscheinlich sind es unendlich viele Faktoren. Einer ist aber sicher das Eingebettetsein in den Gesamtzusammenhang des Lebens.
Der persönliche Bezug zu allem.
Man kannte seine Nachbarn und half sich gegenseitig, der Pullover war selbstgestrickt und nicht von einem fünfjährigen indischen Kind gefärbt, der Baum mit dessen Holz man den Ofen füllte, war selbst gefällt, man kannte den Namen der Kuh, deren Milch man in den Kaffee gab und auch den des Schweins, das am Festtag auf den Tisch kam.
Man kannte die Pflanzen und wusste, wofür man sie verwenden konnte. Wo und wann der Huflattich für den Hustentee blühte und dass Geranien vor dem Fenster die Fliegen abhalten. Dass unter dem Hollerbusch der Hausgeist wohnt und dass die Kuh mehr Milch gibt, wenn man den ersten Strahl durch den Kranz der Gundelrebe melkt.
Es war klar, wann der Mond voll wird und wie das Wetter in den nächsten Tagen sein wird.

Trotz diesen wunderbaren Erlebnissen in meiner Kindheit, ist auch mir der Bezug zu ganz vielem verloren gegangen.
Erst in den letzten Jahren intensiviere ich meine Beziehung zu Pflanzen wieder und ich habe dabei das Gefühl, wieder ganz zu werden, wieder Teil eines riesigen Kreises von Lebewesen zu sein, die zusammengehören und sich gegenseitig beeinflussen.

Indem ich mich den Pflanzen wieder zuwende, treffe ich alte Freunde wieder, erkenne wunderbare Helfer für meine Beschwerden und meine Probleme.
Und ich nehme ihre Freude darüber wahr.

Man sagt, dass in der Umgebung eines jeden Menschen genau die Pflanzen vermehrt wachsen, die derjenige benötigt.
Und, noch viel faszinierender: wenn man den Samen einer Pflanze vor dem Säen in den Mund nimmt, so dass ein Kontakt mit den Körperflüssigkeiten hergestellt wird, stelle die Pflanze ihre Inhaltsstoffe so weit sie könne auf die Bedürfnisse genau dieses Menschen ein.

Ist diese Vorstellung nicht faszinierend?

Es dürfte schwer sein, diesen Zusammenhang wissenschaftlich zu beweisen aber braucht es diese Beweise überhaupt?
Reicht es nicht aus, in uns hinein zu fühlen und in uns eine Antwort auf die Frage zu finden, ob es uns nicht gut täte, uns wieder mehr dem zuzuwenden, was uns umgibt?

Wieder persönliche Bindungen einzugehen.

Mir ist noch etwas aufgefallen seit ich mich wieder stärker der Natur und den Zusammenhängen des Lebens öffne:
Ich spüre wieder eine teils verlorene, teils auch nie gekannte Verbindung zu meinen Ahnen. Zu den Menschen, die uns vorausgegangen sind und das Wissen noch hatten, das fast schon verschwunden ist.
Ich interessiere mich für ihr Leben und für ihre Rituale, kann sie verstehen und nachvollziehen. Und ich bekomme leichter Antworten auf die Fragen, die ich mir stelle.

Es ist, als würden mich die Pflanzen nicht nur mit mir selbst verbinden, sondern auch mit dem riesigen Feld des alten Wissens.

Einer von vielen Gründen, warum Heilkräuter ganz anders wirken als chemische Medikamente, mag der sein, dass die Pflanze diese Brücke baut zum Leben als Ganzes und der darin enthaltenen Information.

Sie leiht uns die Wurzeln, die wir nicht haben.

Wenn wir sie lassen.

Wenn das, was du hier liest, für dich stimmig ist und auch du dir wieder mehr Verbindung wünschst, zu dem was uns ausmacht, dann stöbere doch mal auf dieser Seite.
https://www.hexenkraefte.com/staerke-dich/
Wenn du chronische Beschwerden hast und nachhaltige Hilfe suchst, sieh dir vielleicht auch einmal meine andere Website an.

Herzliche Hexengrüße, Alexandra

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4 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Liebe Alexandra, ein ganz wundervoller Artikel in dem ich mich oft wieder gefunden habe. Ich war als Kind oft mit meinen Großeltern auf dem Bauernhof und es war wirklich immer wie eine zeitreise.
    Das immer die Pflanzen um mich herum wachsen die ich gerade brauche ist super spannend und werde ich beobachten 🙂
    Vielen lieben Dank

    • von Alexandra Stross

      Liebe Nicole,
      das freut mich sehr 🙂
      Ja, du wirst staunen, was dir alles auffällt wenn du diesbezüglich aufmerksam bist. Wir haben so viel Hilfe, die uns oft gar nicht auffällt.
      alles Liebe, Alexandra

  2. Du hast so recht mit Deinen Worten ,
    Ich wohne an so einem Ort und habe für alle die so was mal erleben möchten eine Ferienwohnung .
    Mitten in der Natur ,mitten in der Magie meiner alten Mühle

    • von Alexandra Stross

      Liebe Elke, das ist sehr gut zu wissen, ich kann mir gut vorstellen, dass das für viele interessant ist.
      Jeder, der gerne mal in der Natur ausspannen möchte, kann sich gerne an mich wenden, dann stelle ich den Kontakt zu Elke her.

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